Umgebung Gargnano Gardasee
a

Umgebung

Historische Stätten

Die Villa Bettoni wurde Anfang des 18. Jahrhunderts im Auftrag von Giandomenico Bettoni vom Architekten Adriano Cristofori erbaut. Das Zentralgebäude des großen palastartigen Gebäudes wird von einer Balustrade mit Figuren und Göttern aus der Mythologie geschmückt, die von Giovanni Battista Locatelli stammen...

In der Mitte des Gebäudes teilt der Salon die Flügel der Villa, die in ihren Innenräumen Fresken von Beniamino und Fabrizio Galliari sowie weitere Werke bewahrt, die eine wahre Pinakothek der Barockmalerei bilden. Das Gegenstück zu diesem Gebäude findet man jenseits der Straße: es handelt sich um einen spektakulären Garten im italienischen Gartenbaustil, dem eine große Exedra, ein Nymphäum und Blumenbeete ein unverwechselbares Gepräge verleihen. Hinter dem Garten befinden sich einige Zitronenhaine und der Park. Der Sarkophag von Argilo da Gargnano (1302) aus rotem Veroneser Vulkanstein befindet sich an der Einfahrt zur Provinzhauptstadt. Das Werk trägt folgende lateinische Grabinschrift: „Dieses Monument gehört dem Dominus Argilo di Gargnano und seinen Erben”.

Der Palazzo Comunale aus dem 16. Jahrhundert (heute nicht mehr Sitz der Gemeinderegierung), der und auf den kleinen Hafen des Hauptortes blickt, wurde von Giovanni Traffegnini entworfen. Beachtenswert an der äußeren Fassade sind die heute noch vorhandenen Geschosse, die von der österreichischen Flotte während des dritten Unabhängigkeitskrieges 1866 abgeschossen wurden.

Der Palazzo Feltrinelli wurde von Alberico Belgiojoso geplant und zwischen 1898 und 1899 gebaut - einige Quellen nennen Francesco Solmi als Schöpfer dieses Bauwerks. Das Gebäude hat aus historischer Sicht wegen seiner Nutzung während der Epoche der Italienischen Sozialrepublik (1943-1945) Bedeutung erlangt. Ebenso wie andere Gebäude in Gargnano und am Gardasee wurde der Palast von der faschistischen Regierung beschlagnahmt, das es zum Hauptquartier von Benito Mussolini ausbaute.

Der Palast ist heute Sitz der Außenstelle der Universität Mailand. Als Kongresszentrum internationalen Niveaus adaptiert, finden dort im Sommer Italienisch-Sprachkurse für Studenten aus aller Welt statt. Die Villa Feltrinelli wurde zwischen 1892 und 1899 gebaut; als Planer wird von einigen Quellen Francesco Solmi, von anderen Alberico Belgiojoso genannt. Die dem See zugeneigte Fassade stellt den prachtvollsten Teil der Villa dar, während der auf der Rückseite des Gebäudes liegende Park wertvolle Baumarten besitzt.

Die Villa Feltrinelli war zwischen Oktober 1943 und April 1945 Wohnsitz von Benito Mussolini, der hier mit seiner Familie residierte. Nicht weit davon entfernt und zwischen Gargnano, Toscolano Maderno und Salò aufgeteilt, befinden sich einige Gebäude, die während der Zeit der Sozialrepublik als Ministerien fungierten. Heute dient dieses Gebäude als luxuriöses Villenhotel. 

 


Spirituelle Stätten

Die kleine Kirche von S. Giacomo von Calì ist wahrscheinlich das älteste Gebäude von Gargnano. Sie befindet sich am Seeufer und besteht aus einer kleinen romanischen Kapelle von bemerkenswertem künstlerischem Interesse, mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Im Innern befindet sich die Holzstatue des San Giacomo, nach der der Ort benannt ist. Die Tür stammt aus dem 16. Jahrhundert, wie auch die beiden quadratischen Fenster, die von San Carlo Borromeo während seiner apostolischen Visite im August 1580 geöffnet wurden. Am Eingang von Gargnano begegnet man der Kirche von San Francesco (1289)...

Auf der Frontansicht in charakteristischer Form einer Hütte stellt eine geweihte Statue (1301) das Bildnis des Heiligen Antonius von Padua dar. Neben der Kirche befindet sich das Kloster, das in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut wurde. Auf den Kapitellen sind Darstellungen von Zedern und Zitronen zu sehen: Traditionell wird den franziskanischen Mönchen der Verdienst zugeschrieben, den Anbau von Zitrusfrüchten an diesem Ufer des Gardasees eingeführt zu haben.

Der Kreuzgang bewahrt auch zwei antike Spuren der römischen Zeit: einen Neptun gewidmeten Grabstein (1837 entdeckt) und einen kleinen Altar, der Revinus, einer lokalen Gottheit, geweiht wurde. Volksglaube und Volksfrömmigkeit haben das Land geprägt: Heiligennischen, kleine Heiligenstätten und Mauermalereien sind eine Alltäglichkeit in Gargnano und Umgebung. 

Die Pfarrkirche von San Martino (1837), Werk des Architekten Rodolfo Vantini aus Brescia, zeichnet sich durch seine eigentümliche elliptische Form aus, die an die majestätischen heidnischen Tempel erinnert. In ihrem Inneren ist ein „Letztes Abendmahl“ zu sehen, das der Schule des Veronese zugeschrieben wird, neben andern Gemälden von Giovanni Andrea Bertanza, Andrea Celesti, G. Bettino Cignaroli und Werken der lombardischen Schule des 15. Jahrhunderts.

In der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit („Chiesa della Santa Trinità“) aus dem 18. Jahrhundert, (bekannt als „Heilige Stätte des Kreuzes“) sind 24 Prozessionspfähle mit in Holz eingeschnitzten Symbolen des Leidenswegs verwahrt. Alle fünf Jahre führt eine Prozession zu Ehren des „wundersamen Kreuzes“ durch alle Ortschaften der Kirchengemeinde. Die Einsiedelei des heiligen Valentin – „Eremo di San Valentino“ - (772 m Höhe) sieht aus einer privilegierten Position auf den Gardasee hinunter. Das Gebäude soll der Dank einiger Bewohner von Gargnano dafür sein, dass sie der Pest von 1630 entkommen sind. Weitere Orte, die man sich bei Ausflügen nicht entgehen lassen sollte: die Heiligenstätte (Santella) von Via Forni, die Kirchen von S. Pier d'Agrino und die Heilige Stätte des Kreuzes.

Neuesten Nachrichten

  • 22 September 2017 11:43
  • 13 September 2017 09:10
  • 29 August 2017 10:46