Schöne Limonaie am Gardasee

Schöne Limonaie am Gardasee

Mit Limonaie (die Zitronengewächshäuser) sind Zitronenhaine gemeint, die in der Gegend um Gargnano und Limone, die am Westufer des Sees liegen entstanden sind. Durch die Franziskaner sollen im 14. Jahrhundert die Zitronenbäume an den Gardasee gekommen sein, so die Legende. Durch das sub - mediterrane Klima wird das Wachstum der Zitronen ermöglicht. Da Zitronen nicht nur lecker als Limonade schmecken, findet man sie außerdem auch als Zutaten in einigen Gerichten, wie z.B. dem " Crostata al Limone," das ist der traditionelle Zitronenkuchen. 

Die Limonaie sind hohe, strebenförmige Pfeiler, die da in einer Reihe in den Himmel ragen und auf drei Seiten von weißen Steinmauern umgeben sind. Entlang des Ufer`s von Gargnano findet der Besucher Beispiele architektonischer Bauten, die von früherer Kultur zeugen, die sonst nirgendwo zu finden sind. Es sind die Limonaie, die Gewächshäuser, oder auch Orangerie genannt, die in Gargnano Jahrhunderte lang die Basis der Wirtschaft waren. Die Zitrusfruchtkultur erreichte ihren Höhepunkt in den Jahren 1850 bis 1855. Da die Bewohner seit vielen Jahren Zitronen anbauen, wurden diese Gewächshäuser extra dafür konstruiert, um in dieser Höhe den Anbau zu ermöglichen. Auch führte dies dazu, dass der Gardasee zum nördlichsten Zitronenanbaugebiet wurde. Die Hälfte des Seeufers war damals in Gargnano mit Zitronenbäumen bepflanzt. Dass diese Landwirtschaft allmählich eingestellt wurde, dafür sorgte die Entdeckung der chemischen Synthese von Zitronensäure, wie auch die sogenannte Gummikrankheit. Die Reihen der nackten Pfeiler, die noch heute an den Hängen in den Himmel ragen kann man im Sommer wie im Winter sehen. Sie sehen aus wie Tempelreste, die aus zerbrochenen Mauern bestehen. 

Es erinnert auch heute noch an die früheren Zeiten der vielen Zitronenhaine, von denen noch wenige erhalten sind. In einem Zitronengewächshaus in Limone am Gardasee befindet sich das Museum "Limonaia del Castel". Mit vielen verschiedenen Zitrusgewächsen und Blumen bepflanzt wurde sie renoviert und in ein Freilichtmuseum verwandelt. Der Weg zur Limonaia del Castel ist vom Hafen aus gut zu erreichen und ausführlich beschildert. Außerdem hat man die Möglichkeit Zitronen und Orangenbäume zu bestaunen, die auf langen Terrassen angeordnet und von Bewässerungskanälen durchzogen sind. Wer Lust und Appettit auf Orangen oder Zitronen hat, kann sie im Museum kaufen und sofort an Ort und Stelle essen!

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