Die Arbeiten von Mimmo Paladino in Brescia

Die Arbeiten von Mimmo Paladino in Brescia

Vom 6. Mai 2017 bis zum 7. Januar 2018 findet die Ausstellung "Brixia Contemporary" des Künstlers Mimmo Paladino in Brescia statt. Organisiert und veranstaltet wird die Künstleraktion vorrangig von der "Fondazione Brescia Musei" und der Kommune Brescias. Die auf den öffentlichen Plätzen gezeigte zeitgenössische Kunst Paladinos, in Zusammenhang mit den historischen Gebäuden in der Innenstadt, soll so einen Dialog bewirken, zwischen dem ausgewählten Kunstwerk und dessen Ausstellungsstätte. Paladino präsentiert so eine faszinierende Konversation zwischen alt und neu, entlang den Straßen des Stadtzentrums zwischen der Piazza della Vittoria, Piazza della Loggia und dem Dom. Im Zusammenwirken mit seinen zeitgenössischen Totems mit den ikonographischen Plätzen aus den Epochen der römischen und lombardischen Kunst sowie aus der Renaissance und der Neoklassik, entstehen für den Besucher neu Sichtweisen auf die verschiedenen Stilepochen. Insbesondere die enge Verflechtung aus den Themenbereichen der Mythologie, Natur und Geschichte der zeitgenössischen Kunst Paladinos, setzten diejenigen der alten Schaffensperioden neu in Szene.

Der im Jahr 1948 in Paduli bei Benevent als Domenico Paladino geborene Künstler, kommt schon in jungen Jahren mit der bildenden Kunst in Berührung. Die erste Begegnung erfolgte im Hause seines Onkels, der ihn zunächst mit der traditionellen und auch zeitgenössischen Malerei vertraut machte. Im Rahmen der Biennale in Venedig 1964 beeindrucken ihn insbesondere die Werke von Jim Dine und Claes Oldenburg. Diese Begegnungen führen ihn schließlich zu seinem Entschluss sich noch im selben Jahr an der Kunstschule von Benevent einzuschreiben. Während seiner Studienzeit beginnt sein Schaffen mit der ungegenständlichen Malerei unter der Verwendung von Collagen-Elementen. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 1968 verzichtet Mimmo Paladino ganz bewusst auf weitere akademischen Studien und begeht den Weg eines Autodidakten. Die erste Ausstellung des Künstlers 1977 in Neapel zeigt Zeichnungen in ganzheitlicher Form, welche freskenartig auf einer Wand in Pastellfarben aufgetragen wurden. Inspiriert durch seine Studienreisen nach Mailand und dem Zusammentreffen unter anderem mit Tommaso Trini sowie mit seinem späteren Galeristen Franco Toselli, entwickelt Paladino erstmals jenen Kunststil, der für sein weiteres Schaffen prägend wurde. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre folgen mehrere Reisen nach New York und Brasilien. Bereits ab der Mitte der 1970er ist Paladino auf mehreren internationalen Ausstellungen vertreten. So beispielsweise auf der Biennale in Venedig 1980, in Sydney 1982 und im selben Jahr auf der documenta 7 in Kassel. Neben den Künstlern Francesco Clemente, Enzo Cucchi und Sandro Chia gilt heute Mimmo Paladino zu den Hauptvertretern der italienischen Transavantgarde.

Über das künstlerische Schaffen Mimmo Paladinos
Sein Öeuvre beinhaltet sowohl Öl- und Aquarellmalerei sowie Frottagen, Collagen, Kaltnadelradierungen, Gravuren und Holzschnitt. Häufig sind Paladinos Arbeiten mit dem Zeichenstift vorgezeichnete Mischtechniken entweder auf Papier oder Holz. Oftmals bleiben die entstandenen Bilder unbetitelt. Meistens verarbeitet Paladino in seinen Arbeiten Themen, die sich mit den Bereichen der Mythologie, Natur und Geschichte auseinandersetzen und befassen.

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